historisches Schulgebäude

Die Schulbetrieb findet in einem historischen Gebäude mit wechselvoller Geschichte statt.

1229
Die Gründung Wismars fällt wahrscheinlich in die Zeit zwischen 1226 und 1229. Erstmalig wird sie urkundlich 1229 erwähnt.

1293
Die Schwarzen Mönche, die Dominikaner, erhalten vom Herzog von Mecklenburg die Zustimmung der Erbauung eines Predigerklosters in Wismar.

1294 –1297
Das Schwarze Kloster wird in der Nähe der Stadtmauer errichtet. Die ehemalige Kirche befindet sich an der Stelle der jetzigen Schule und bleibt bis etwa 1552 im Besitz der Mönche.

1504
In der Kirche des Klosters wird Herzogin Sophie von Mecklenburg beigesetzt. Die bronzene Grabplatte befindet sich heute in der Nikolaikirche. Das Triumphkreuz, der Thomasaltar, der Marienschrein und der Märtyreraltar aus dem ehemaligen Dominikanerkloster sind hier ebenfalls untergebracht.

1554
Im Kloster wird ein Armenhaus, das später in ein Stift umgewandelt wird, eingerichtet.

1689
Die Kirche wird als Waisenhaus genutzt. Der Chor wird dem Gottesdienst vorbehalten.

1690
Im Waisenhaus wird gleichzeitig eine Schule untergebracht.

1850
Die bisher mit der Großen Stadtschule verbundene Bürgerschule wird von dieser abgetrennt und in die Kirche des Schwarzen Klosters verlegt.

1875
Die Bürgerschule muss wegen Baufälligkeit ins „Packhaus“ in der Mühlenstraße verlegt werden, da das Hauptschiff der Klosterkirche abgebrochen wird. Der Chor bleibt erhalten und dient im Parterre als Turnhalle und der obere Teil als Aula. Dafür wird eine Zwischendecke eingezogen.

1880
Das von Helmuth Brunswig erbaute neue Schulgebäude wird eingeweiht und als selbstständig erklärt. 
Heinrich Burgwardt wird zum Rektor ernannt. Die 1501 gegossene Glocke bleibt in der Schule und läutet täglich den Schulbeginn ein. Sie wird 1963 für den Guss einer Glocke des St. Nikolai-Turmes eingeschmolzen.

1909
Das Schulgebäude wurde unter der Leitung des Stadtbaumeisters Zaroch erweitert; sein dreigeschossiger Anbau fügt sich auf der Hofseite der Schule an der Baunaht zwischen Schulhaus und Chor im rechten Winkel an.

1926
Nach vier Grundschulklassen erfolgte der Aufbau einer sechsstufigen Mittelstufe. Schüler, die das 10. Schuljahr absolvierten, erhielten das Zeugnis der Mittleren Reife.

1944
Der Bombenangriff zerstört den Mitteltrakt der Schule.

1948
Beginn des Wiederaufbaus des Mittelstückes.

1949
Anlässlich des 200. Geburtstages von Johann Wolfgang von Goethe erfolgt die Namensgebung. Gleichzeitig wird der Schulbetrieb aufgenommen.

1959
Die allgemeinbildende polytechnische Oberschule wird eingeführt.

1998
Die Räumlichkeiten der Schule werden modernisiert und neu gestaltet. Ab dem Schuljahr 1998/99 wird das Gebäude durch die Integrierte Gesamtschule genutzt.

2009-2011
Der östliche und der nördliche Flügel der Schule, beide denkmalgeschützt und baufällig, werden rekonstruiert.

2011
Mit der Beendigung der Rekonstruktion stehen der Schule neue Räumlichkeiten für den Kunst-, Musik- und Hauswirtschaftsunterricht, für die Sozialarbeit und für die Esseneinnahme zur Verfügung. Zwei neu gestaltete Schulhöfe werden ebenfalls in Betrieb genommen.